Thema der zur Zeit gezeigten Dauerausstellung:
"Von alten Mythen zu Geschichten der Neuzeit"
- Literatur und Mythen in Mrowetz-Werken -
Der Maler, Zeichner und Bildhauer Emil Mrowetz war sehr belesen und besaß gute Kenntnisse über vergangene Kulturen. Aus Anlass seines 100. Geburtstages am 21.12.2013 wurde die Dauerausstellung den Werken gewidmet, in denen der Künstler Literatur und Kultur verarbeitet hat. Das Spektrum reicht von alten Sagen und Mythen über klassische Literatur bis zu Geschichten des 20. Jahrhunderts.
Beim Betreten des Hauses grüßen Don Quijote und sein treuer Diener Sancho Pansa. In ausdrucksvollen Federzeichnungen erzählt Emil Mrowetz vom Kampf des Idealisten gegen die Windmühlen der Realität. - Weitere Federzeichnungen, handcoloriert, finden sich in den "Bremer Originalen": Skurrile Typen, die Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts in der Hansestadt lebten, hat der Künstler auf seine Art unsterblich gemacht.
In Acrylbildern werden Mythengestalten wie Gilgamesch, Ariadne und Ikarus lebendig. An die Olympischen Spiele der Altzeit erinnert auf einem Metallrelief "Olympia". Sagengestalten tauchen auf wie der Rattenfänger von Hameln (Styroporschnitt) oder die Hexen der Walpurgisnacht (Gipsschnitt). Shakespeares meistgespielte Komödie, der "Sommernachtstraum", ist vertreten, ebenso Agnes Miegels Ballade "Die Frauen von Nidden", auch "Simplizissimus", der Held des ersten deutschen Abenteuerromans aus dem 17. Jahrhundert. Ein echter Hingucker ist "De Fischer un sin Fru" (Pastellkreide auf Rindsleder) nach dem einzigen Märchen der Brüder Grimm, das auf Plattdeutsch erzählt wurde.
Echter Mrowetz-Humor wird sichtbar in seiner Bildgeschichte von der "Apelkalypse", wie der Künstler den Sündenfall von Adam und Eva bezeichnet.
De Fischer un sin Fru
Pastellkreide auf Rinderhaut , 2000.
Don Quijote und Sancho Panza auf dem Weg zu neuen Taten
Bildmappe mit 16 Federzeichnungen, 1977.